Welcher Beruf passt

Blog & Video Traumberuf-Kompass Starte hier Login

Lebenskrise mit 30 - Ist das normal?

Lebenskrise mit 30 | Ich weiß nicht, welcher Beruf zu mir passt - Ist das normal?

 

Bin ich normal? Ist das, was ich erlebe, normal? Für viele ist das eine Frage, die auftaucht, wenn etwas nicht so läuft, wie gedacht.  

Bin ich normal, weil es mir gerade nicht gut geht mit dem, was ich habe?
Bin ich normal, weil es mir gerade so geht?
Haben andere solche Probleme auch, oder geht es nur mir so?

Auch bei den Themen Berufsfindung rund um 30 und der Quarterlife-Krise kommt es oft vor, dass die Betroffenen sich alleine fühlen. Sie blicken sich um und es scheint so, als ginge es all den anderen nicht so. Als hätten sie sich entweder mit ihrer Situation abgefunden oder als würden sie ohnehin alles auf die Reihe kriegen und immer fröhlich sein.

 

 

Darüber möchte ich heute mit dir sprechen.  

Aber nicht nur, um dir zu sagen, dass es viele gibt, denen es genau so geht wie dir, jetzt gerade im Moment.

Sondern ich möchte auch darüber sprechen, warum die Frage „Ist das normal“ dich mehr negativ beeinflusst, als dir lieb ist.

 

Geht es nur mir so?

Ich kann dir diese Frage schnell beantworten: Nein, es geht nicht nur dir so. Die Lebensphase, in der du gerade steckst, erleben viele andere links und rechts von dir auch.

Wir Menschen durchlaufen alle im Leben bestimmte Entwicklungsphasen. Der Psychoanalytiker Erik H. Erikson nennt diese Phasen „Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung“. Diese Stufen haben wir alle zu bewältigen und daher ist es auch im Fall der Quarterlife-Krise und der Berufsfindung rund um 30 so, dass du damit nicht alleine bist.

Es gibt einen sehr empfehlenswerten Blog, den du vielleicht schon kennst: myMONK - hier gibt es einen tollen Artikel zu diesen Lebenskrisen, bzw. -phasen, die wir alle durchlaufen. Es lohnt sich, im Anschluss dort mal reinzulesen. Ich kann es dir sehr empfehlen.

In der Phase, in der du gerade steckst, geht es um deine Identität - Wer bist du? Wie willst du sein? Kannst du dich so annehmen, wie du bist? Es geht darum, den eigenen Platz zu finden.

Und es geht auch um das Thema Schaffenskraft und Stagnation - Das Bedürfnis, Nutzen in der Gesellschaft zu stiften, die Zukunft zu gestalten, zu geben, ohne dabei auszubluten.

Dies sind zwei von acht Entwicklungsphasen, durch die jede und jeder von uns früher oder später durchgehen muss. Ob wir das erfolgreich tun oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Aber es sind Fragen, die uns alle bewegen, und die nicht immer leicht zu klären sind.

Also verstecke dich nicht in deinem Schneckenhaus, sondern kläre diese Fragen für dich. Du hast ja schon erste Schritte gemacht, darum bist du ja hier gelandet. Bleib dran, egal, wie lange es dauert.
Hol dir Unterstützung und einen Blick von Außen, wenn du nicht weiter kommst. Lies Bücher zum Thema oder Blogs, schau Videos wie z.B. auf meinem YouTube Kanal.

Ich weiß, dass du diese Fragen für dich lösen kannst. Sprich mit anderen darüber und du wirst sehen, dass andere sich ebenfalls Gedanken über diese Themen machen.

 

Also, wie du siehst, bist du nicht alleine mit diesen Fragen. Im Gegenteil, wir alle werden mit diesen Themen im Laufe unseres Lebens konfrontiert. Ja, es stimmt, nicht alle stellen sich den Themen. Manche tragen die ungeklärten Dinge dann wie einen schweren Rucksack mit sich und werden immer wieder damit konfrontiert. Und ja, es ist auch richtig, dass nicht alle im gleichen Alter mit den Themen konfrontiert werden. Bei manchen ist es in der Pubertät schon so weit, bei anderen in Quarterlife Krise rund um 30, und wieder andere beschäftigen sich damit erst in der Midlife Krise oder sogar noch später.

Doch unabhängig davon, wann es soweit ist, stell dich den Fragen, wenn es soweit ist. Lass sie nicht unbeantwortet, denn sie kommen wieder, das kann ich dir versprechen.

Außerdem möchte ich dir zur Frage, ob du alleine bist damit noch etwas wichtiges sagen:

Spielt es wirklich eine Rolle, ob du gerade alleine bist mit diesem Thema? Würde es dein Thema verschwinden lassen, wenn du wüsstest, dass es andere auch haben? Nein, dein Thema ist da - dein Problem real.

Die Frage, ob du alleine bist, ist also lediglich interessant, aber nicht relevant.

Richtig?

Was mich zum zweiten Punkt in diesem Video führt:

 

Ist das normal? Bin ich normal?

Hände hoch, wer sich diese Frage schon einmal gestellt hat im Leben. Also ich gehöre definitiv dazu. Ich habe mich viel schon damit aufgehalten, ob es normal ist, dass es mir so geht.

 Ist es normal, dass sich das Gefühl habe, ich hab mich verloren?

Ist es normal, dass ich nicht einmal weiß, wer ich eigentlich bin und was mich ausmacht?

Ist es normal, dass ich fast 30 bin und keine Ahnung habe, welcher Beruf zu mir passt?

Ist es normal, dass ich ein furchtbares Gefühlschaos hatte nach der Geburt meines Sohnes?

Ist es normal, dass ich das Gefühl habe, keine gute Mutter zu sein?

Ist es normal, hier und da überfordert zu sein und Dinge nicht auf die Reihe zu kriegen?

Oh ja, hier kann ich definitiv die Hand heben.

 

Aber ich möchte dir heute etwas mitgeben, was ich in den letzten Jahren gelernt und verstanden habe: Diese scheinbar harmlose Frage, ob ich normal bin, ist leider ziemlich heimtückisch und selbstschädigend. Ich erkläre dir auch, warum.

 

Warum die Frage "Bin ich normal?" selbstschädigend ist

 Sind wir mal ehrlich - diese Frage ist doch nicht neutral, oder?

Diese Frage impliziert schon, dass es nicht so ist - wir nicht normal sind. Und genau hier beginnt das Problem.

Wenn ich mir diese Frage stelle, läuft folgendes ab:

Der scheinbar harmlose erste Gedanke ist: Ist es normal? Bin ich normal?

Was folgt ist fast zwangsläufig eine Idee von: Ich glaub, nein, es ist nicht normal - den Anderen geht es doch auch nicht so. Wenn ich links und rechts schau, dann seh ich doch, dass es denen nicht so geht. Also nein, es ist scheinbar nicht normal, wie es mir geht…

Welches Gefühl löst dies aus? Es könnte sein, dass du ein flaues Gefühl in der Bauchgegend bekommst, Frust erlebst, traurig bist. Vielleicht bist du aber auch neidisch oder wütend, weil es anderen besser geht. Ich weiß, das würde niemand so zugeben, aber wir wissen beide, dass es diese Gefühle gibt, hab ich recht? Vielleicht fühlst du dich aber auch nicht zugehörig, denn wenn jemand nicht normal ist, ist er irgendwie komisch… anders als die anderen… Jedenfalls wird es vermutlich kein angenehmes Gefühl sein, sondern eher ein unangenehmes.

 

Wie verhältst du dich, wenn du dieses Gefühl hast?

Vielleicht ziehst du dich zurück, erlebst Selbstzweifel und wirst immer ruhiger. Du vermeidest vielleicht Kontakte, erlebst mehr Konflikte, bist kurz angebunden und hast wenig Lust auf Ausgehen & Co. Vermutlich machst du in Summe immer weniger, bist wie gelähmt.

Welches Ergebnis hat dies aber nun zur Folge:

Es ändert sich nichts. Deine Situation bleibt, wie sie ist, oder verschlimmert sich sogar. Punkt.

 

Was heißt das jetzt?

Achte gut auf das, was du denkst. Das ist so wichtig. Denn deine Gedanken sind der wesentliche Schlüssel, ob du etwas an deiner Situation ändern kannst oder nicht. Und nein, das ist nicht leicht. Das ist Arbeit. Mind-Work. Eine Arbeit, die auch ich immer und immer wieder tun darf. Weil es eben so ist, dass wir Gedanken haben, die nicht hilfreich sind.

Wichtig ist es, zu verstehen, was nicht hilfreiche Gedanken auslösen. Welche Kette da in Gang getreten wird, die am Ende des Tages deine Situation vielleicht sogar verschlimmert, jedenfalls auf keinen Fall besser macht.

Das ist so wichtig zu verstehen.

Solltest du das Gefühl haben, festzustecken, dann überprüfe die Gedanken die du hast. Sie werden der Grund sein, warum du blockiert bist und nicht weiter kommst.

 

Du bemerkst: Ah, ich frag mich gerade, ob ich normal bin. Ist das wirklich hilfreich für meinen Prozess? Äh, no. Ist es nicht.

Du könntest also zu dir selbst sagen: Hey, das ist ein interessanter Gedanke, nur leider nicht hilfreich und dich z.B. stattdessen mit dem Gedanken anfreunden: Egal, ob ich normal bin oder nicht - was brauche ich, um einen nächsten Schritt gehen zu können?

Dann sind dir zwei Dinge gelungen:

Anerkennen und akzeptieren, dass es diese nicht hilfreichen Gedanken gibt und zweitens den Raum für Möglichkeiten geöffnet mit einer offenen Frage, die Antworten nach sich ziehen wird. Immer. :-)

 

Fazit

Immer wieder interessant, was unser Hirn so alles von sich gibt, oder nicht?

Es ist eine Hochleistungsmaschine und oft wahnsinnig hilfreich. Nur manchmal eben nicht. Manchmal will es uns vermeintlich schützen, hilft aber in keinster Weise.

Das ist überhaupt nicht schlimm, weil wir Menschen nun einmal einfach so ticken.

Ja, es macht unser Leben nicht immer leichter.

Aber es ist eben nun einmal, wie es ist.

 

Ich wünsche dir alles Liebe und viel erfolg bei deiner Mind-Work,

Deine Katja

Close

Hey, brauchst du Hilfe, den Beruf zu finden, der wirklich zu dir passt?

Ich unterstütze dich gerne. Melde dich für meine wöchentlichen Tipps zum Thema Berufsfindung an. Zur Begrüßung bekommst du gratis die Traumjob-Checkliste -
4 Voraussetzungen, ein Ziel: Dein Traumberuf. 

An welche Adresse darf ich die Traumjob-Checkliste schicken?

(Die Abmeldung von diesen E-mails sind jederzeit durch einen Klick am Ende der E-Mail möglich.)